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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : V1 Feuerstellungen 328 und 334



sublevel7
15. December 2009, 16:09
Hallo zusammen!

Es handelt sich hier zwar nicht um Bunker, sondern um Feuerstellungen der V1, aber irgendwie passt hier keine Kategorie wirklich.

Ich habe gestern den ersten Frost und ein wenig Sonnenschein genutzt und mich auch den Weg zu 2 Feuerstellungen der V1 bei Rheinbreitbach gemacht.

Bei der Vorstellung gehe ich nach dem Buch "V1 - Eifelschreck" von Gückelhorn und Paul, aus dem auch die zitierten Beschreibungen stammen.

Zuerst beschreiben die Autoren die FSt 328. Sie befindet sich am Wanderweg "R" ("Auge Gottes"-Bruchhausen). Auf der Höhe von 50° 37' 03.83" N / 7° 16' 22.53" befindet sich links vom Waldweg eine "Haltebucht" bzw. ein Schleife neben dem Weg, vermutlich betoniert (Konnte ich nicht genau prüfen, da aber in den letzten 60 Jahren auf dem Weg nichts gewachsen ist, ist es anzunehmen). Dies ist die Umladestation mit einer Montageplattform. Auf der rechten Seite folgt dann die betonierte Einrichteplattform. Man erkenn sie nur, wenn man weis wo man suchen muss. Hier liegt der Beton aber direkt unter dem Laub. Weiter geht es auf dem betonierten Waldweg in Richtung Abschußrampe auf der linken Seite. Hier sind die Fundamente nicht zu übersehen. "Wegen des in Schußrichtung leicht abfallenden Geländes, ragen die Pendelstützen-Fundamente über das Bodenniveau heraus. [...] An allen Hauptfundamenten [...] können Sie sehen, dass die vier Ankeraussparungen leer sind. Dieses Indiz zeigt, dass hier nie [...] Schleudern montiert gewesen sind." Auf der anderen Seite des Weges kann man noch die Arbeitsplatte erahnen. Nach etwas Scharren findet man auch hier die betonierte Platte. Daneben befindet sich eine Zisterne. Den Weg noch ein stück hinauf findet man auf der linken Seite 2 verdächtige Kuhlen. Es handelt sich hier um Erdgruben für T- und Z-Stoff.

(to be continued)

sublevel7
15. December 2009, 17:48
Weiter geht es dann bergauf. "Zur Feuerstellung 334 folgt man dem Weg weiter nach Norden etwa 700 Meter. Zuerst findet man links am Wegrand Reste der Arbeitsplatte und einer Wasserzisterne." Davor findet man links aber direkt am Wegesrand noch eine Zisterne. Von dort aus ist der Weg dann wieder betoniert. "Bald darauf liegt links das Hauptfundament mit den noch gut erhaltenen Einzelfundamenten." Hier muß ich leider passen. Ich habe bis zum Einbruch der Dunkelheit den Weg zwischen Arbeitsplatte und Einstellplatte nach Anzeichen der Fundamente abgesucht, aber nichts gefunden. Scheinbar ist hier in den letzten Jahren ganz schön viel Biomaterial angefallen. Mit Scharren war es auf jeden Fall nicht getan, offensichtlich hätte ich den Klappspaten dabei haben müssen. "[...] nach gut 100 Metern sieht man rechts die betonierte Zuwegung zur Platte des Einstellzeltes, wo jetzt eine Schutzhütte steht." Der Teil war nun wirklich nicht zu übersehen.

Ich bin den Weg von der anderen Seite, dem Rhein-Stieg gegangen - Ein ganz schöner Anstieg...

Wenn die Bilder manchmal nicht ganz knack-scharf aussehen, so liegt das an der grossen Blende, mit der ich arbeiten musste, da sonst das Licht nicht gereicht hätte - Es ist lediglich ein Mangel an Schärfentiefe. Ohne das 1.4er-Objektiv und Bildstabilisator wäre so manches Bild sonst nicht mehr möglich gewesen.

Die einbrechende Dämmerung hat es mir leider nicht ermöglicht, noch die Feuerstellung 327 bei Kalenborn zu besuchen. Vielleicht habe ich ja demnächst noch mal Zeit...

Bye,

Sublevel7

Zwackelmann
18. December 2009, 14:07
Hallo Sublevel7,

und meinen Glückwunsch zur gelungenen Exkursion! Ich habe im letzten Frühjahr einen Ausflug zu den zwei V 1-Feuerstellungen bei Kuchem im Westerwald gemacht. Ich bin dabei den einschlägigen Artikeln in den IBA-Informationen und den DAWA-Nachrichten gefolgt und fand alles, wie dort beschrieben- einschließlich US-Munitionsverpackungsresten, die seit der Sprengung der Anlagen dort liegengeblieben sind. Als Souvenir diente mir allerdings nur eine kleine Zecke...